Das ferne Ziel

Wir erwachen. Der Boden schwankt, aber es riecht nach Holz, nicht nach Salz. Vor dem Fenster sind Lichter, aber das Bett ist trocken. Wir beide erleben die ersten Tage als Traum und die Träume als Wahrheit. Wo sind wir?

Ich fühle mich weit und (er)tragend. Ein bisschen wie die Erde selbst. Im letzten Jahr haben wir so viel durchgestanden und sind immer weiter gegangen, so lang, bis das Ziel von einem Traum kaum noch zu unterscheiden war. Ich fühle mich nicht frisch und nicht inspiriert, ich fühle mich dumpf und runter geholt. Vielleicht runter zu mir selbst. Vielleicht runter auf die Erde. (Aus meinem Tagebuch, 12. April 2013)

Wie groß ist die Erde? Wo befinden wir uns auf ihr? Wie klein sind wir wirklich?

Neuseeland ist Erde, ist Land, ist fest und ruhig. Die Tasmansee schwankt noch in uns, aber Neuseeland ist wahr. Ein wenig in Trance, ein wenig erschöpft lassen wir uns in der Schönheit des Südens treiben. Mitten in Northland beginnen wir zu verstehen, dass wir unser fernes Ziel erreicht haben.

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2 Kommentare

  1. Günter

    wenn du nach langen Mühen ein Ziel erreicht hast
    mag es sich mühevoll anfühlen
    aber in deiner Seele wird eine Quelle zum Fließen gebracht
    später wirst du dich immer an ihr laben können

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