Bullu Bullu

Wir wussten, es erwartet uns Unerwartetes. Als wir auf bikemap eine Route von Phu Ly nach Na Meo konzipierten, die es auf drei Paramter zu optimieren galt – verkehrsarm, landschaftlich reizvoll, erträgliche Höhenmeterzahl – war dieser kurze Wegabschnitt die letzte unbekannte Variable. Der restliche Weg schien ideal, nur dieser Teil erforderte Improvisationstalent, das war von Anfang an klar. Zu riskant? Nein, dem letzten Puzzlestück zum Glück attestiert man gemeinhin bessere Eigenschaften, als es vernünftig wäre. Wir tauften es optimistisch Verbindungsstück. Wenn dieser auf dem Satellitenbild eher wanderpfadmäßige Wegabschnitt auf der Kartensicht von Google Maps eindeutig eingezeichnet ist, wird er schon fahrbar sein. Dachten wir. Und spätestens, als die Dorfbewohner sich mit dem Finger an die Schläfen tippten, als sie uns an der Weggabelung zum Verbindungsstück stehen sahen, skeptisch die Liegeräder musterten, uns ausdrücklich warnten, der Weg sei wirklich sehr „Bullu bullu“, hätten wir es wissen müssen.

Wir ahnten jedoch noch nicht, dass es in einer Schlammschlacht erster Güte ausarten würde, dass diese 35 Kilometer mehr Schweiß kosten würden als alle anderen vorher, dass wir trotz mickriger 8,1km/h Durchschnittsgeschwindigkeit am Ende diesen Tages so alle waren wie eine Plastikflasche am Straßenrand.

Trotzdem geil. Sehr geil, dieses Bullu bullu mit Liegerad.

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6 Kommentare

  1. ich glaub es nich! allein vom hinsehen fällt mein implantat raus. und dann noch die schmetterlinge zum schluß. clara, ich verleihe dir den frustrationstoleranzorden mit goldkante und diamantapplikation. respekt. nur der titel ist falsch, es muss Balla Balla heißen.

  2. Gisa

    NEIN !!!!!
    Ich kann es nicht fassen.
    UNGLAUBLICH!!!!
    Ich nähe euch noch echte Perlen auf den Orden und besorge noch eine Schärpe dazu.
    Auf der steht:
    Mir steht nichts mehr nie mehr nirgendwo mehr im Weg. Ich habe den bullu bullu bezwungen.
    Chapeau.

    • hehe, das erinnert mich an unseren universal-motivationsspruch, den wir hin und wieder stoisch vor uns her brabbeln: es ist alles nie so schlimm, wie man gerade denkt. es ist alles nie so schlimm, wie man gerade denkt. es ist alles nie so schlimm…

  3. Tanja

    Ihr seids echt tapfer! Wahnsinn!

  4. Wieder echt super Fotos, Meister Moritz!!! 🙂

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