Rohe Gewalt

Gewaltig die Berge, gewaltig die Flüsse, gewaltig die herumliegenden Gesteinsbrocken. Alles, was zwischen Kulob und Khorog zu sehen ist, flößt Ehrfurcht ein. Hier, zwischen Hindukusch und Pamir, kann man die Erdgeschichte riechen, hier ist der Mensch ganz klein. Die 500kg-Kühe wirken wie Sandkörner neben dem reißenden Panj-Fluss, der Weg wie eine Ameisenstraße. LKWs werden zu Spielbällen der Gewalten, ein paar verunglückte liegen schon im Fluss. Vielleicht von Erdrutschen erfasst, vielleicht von Lawinen, oder mit ungenügendem Respekt für die Erdgötter über Bord gegangen. Hänge rutschen, Steine kullern, Wasser sprudelt – und Bergfreunden steht der Mund offen.

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4 Kommentare

  1. wow, was für ein tolles blog….Plane gerade selber die nächste Reise, diesmal mit dem Motorrad nach Asien. Ziel ist entweder Bangladesh oder es geht über den Pamir Highway.

    • Hallo bernie, danke 🙂
      Wie wär’s denn mit erst Pamir-Highway, dann Karakorum-Highway und via Indien auch nach Bangladesch? Und bei der Gelegenheit, tausch dein Motorrad für ein Fahrrad ein, spätestens an der chinesischen Grenze – Motorräder mit ausländischen Kennzeichen dürfen nicht nach China.

  2. Romi

    sehr guter text. wie immer eigentlich.

  3. Toll. Wunderbar. Glück.
    Der frische Lebensmut weht aus dem Rechner.

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