Kalavryta

Bekannt ist dieser Ort für drei Dinge. Erstens führt eine 22 Kilometer lange Zahnradbahn von Diakopto (Meereshöhe) durch eine enge Schlucht hierher (700m). Zweitens spielt er eine Rolle in der griechischen Revolution, die 1821 gegen die Osmanen gestartet wurde. Drittens haben, vor fast 70 Jahren, hier die einmalig erbarmungslosen Truppen der Wehrmacht alle 695 männlichen Bewohner des Ortes massakriert, angeblich als „Sühnemaßnahme“ gegen griechische Widerstandskämpfer, die zuvor 80 deutsche Soldaten gefangen genommen und umgebracht hatten.

Das letzte Ereignis dieser Aufzählung ist historisch ohne Zweifel das bedeutendste. Unsere Tagesplanung verspürt hingegen keinen Hang zum Historischen. Wir widmen uns, als Teil der Robert Thalheim-Generation vorbehaltlos reinen Gewissens, lieber der zeitgenössischen Landschaft als der Gedenkstätte.

Einmal die Bahn nach oben, eine Vorstellung bekommen vom seltsamem Charme schneefreier Skiorte, schnell Proviant besorgen, mit einem Sinti-Pärchen ein kleines Stück zurückstoppen, den Rest zu Fuß runter, schön an den Schienen.

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2 Kommentare

  1. Karin

    Wow, so eine beeindruckende Landschaft!

  2. gisa

    Jaja, am Ende kommen Touristen….
    Meine Empfehlung für diesen Film!

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