Ah ja.

Kein westlicher Besucher kann sich dem schwer ernstzunehmenden, verstörend falschem Charme des Chinglish verwehren. Schilder und Hinweise finden sich überall, meist auf vereinfachtem Chinesisch. Falls sie übersetzt wurden, dann höchstens in miserabelstes Englisch. Um dem Vorgesetzten den Gesichtsverlust zu ersparen, wird beim Korrekturlesen nichts kritisiert? Bei so wenigen Ausländern ist es egal, wie die pro Forma-Übersetzung gelingt? Die mangelnde Kultur von Exaktheit schlägt sich auch hier nieder?

Warum auch immer. Sicher ist nur, dass diese paar Bilder nur die mickrige Spitze eines gigantischen Eisbergs darstellen. Hunderte Schrott-Schilder finden sich tagtäglich im gequälten Blickfeld wieder. Es fängt an mit dem als „Times New Roman“ übersetzten Schild der Grenzpolizei beim Betreten des Landes und hört nie auf. Wohin man auch blickt, die bestialischen Gestank in die arme Nase des schwer misshandelten Sprachgefühls schickende Armada aneinandergereihter Unworte ist unaufhaltbar.

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4 Kommentare

  1. romikommentiert

    ich hätte gern die nr. 9, „same tasty dish“.

  2. haha, ich hau mich jedes mal weg, wenn ich das bild sehe… aber mit deiner wahl, bist du da sicher? willst du nicht doch lieber „the first one fresh?“

  3. ich kann mich nicht entscheiden!

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